Wien DE_F0720 15. Juli 2020, 12:30

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IMPRESSUM: Nelles Pocket: Wien

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ISBN 978-3-86574-610-8

- F0720 -

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IMPRESSUM / KARTENLEGENDE

Foto: Rainer Hackenberg

Johann-Strauss-Denkmal im Stadtpark.

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Wien

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Höhepunkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Einstimmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Geschichte im Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

FEATURES

Shopping. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Essen und Trinken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

INFO: Restaurants, Kaffeehäuser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23-25

Am Abend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

INFO: Konzerte, Theater, Nachtleben . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-31

INNERE STADT

Stephansdom . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

Nördlich des Stephansplatzes. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Südlich des Stephansplatzes. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

Links und rechts vom Graben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

Hofburg. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

Ringstraße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57

Rund um den Karlsplatz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65

INFO: Sehenswürdigkeiten, Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70-71

DIE ÄUSSEREN BEZIRKE

Schloss Schönbrunn. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75

Tiergarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78

Technisches Museum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79

Otto-Wagner-Villa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82

Spittelberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82

Haus des Meeres . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83

St. Marxer Friedhof. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83

Zentralfriedhof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84

Hundertwasserhaus und KunstHaus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85

Prater . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86

Donauinsel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86

UNO-City . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87

Augarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87

Sigmund-Freud-Museum. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87

Liechtenstein-Museum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88

Grinzing. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88

INFO: Sehenswürdigkeiten, Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89

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INHALTSVERZEICHNIS

REISE-INFORMATIONEN

Reisevorbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

Reisezeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

Gesundheitsversorgung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

Geld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

Haustiere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

Anreise nach Wien und Fortbewegung in der Stadt . . . . . . . 90

Mit dem Auto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

Parken in Wien. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91

Mit dem Flugzeug. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91

Bus- / Flug- / Bahn-Auskünfte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91

Öffentliche Verkehrsmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91

Taxi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Praktische Tipps. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Behinderte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Elektrizität. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Essen und Trinken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Feste und Feiertage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Information. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Messe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93

Notruf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93

Öffnungszeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93

Post. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94

Radverleih . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94

Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94

Stadtführungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94

Telekommunikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94

Trinkgeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95

Umgangsformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95

Kleiner Sprachführer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95

Autorin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95

Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96

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REISE-INFORMATIONEN

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Foto: Renata Holzbachová

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Höhepunkte

HÖHEPUNKTE WIENS

xxStephansdom (S. 33): Das Wahrzeichen Wiens, von dessen 137 m hohem Südturm man einen herrlichen xPanoramablick genießt. Im Inneren erwarten den Besucher spätgotische Meisterwerke wie die xKanzel und die Katakomben.

xNeidhart-Fresken (S. 40): Ein-zigartige Fresken aus dem 14. Jh. mit ländlich-derben, z. T. auch erotischen und humorvollen Motiven.

xKärntner Straße (S. 42): Belieb-te Fußgängerzone mit angenehmen Cafés eleganten Geschäften.

xxKaisergruft (S. 43): Hier wur-den seit 1633 die habsburgischen Herrscher, darunter Franz Josef I. und Elisabeth (Sisi), beigesetzt.

xxGraben (S. 44): Die breite Fußgängerzone wartet auf mit schi-

cken Geschäften, stilvollen Kaffeehäu-sern und historischer Architektur.

xxKonditorei Demel (S. 46): Traditionsreiche frühere k.u.k-Hofzu-ckerbäckerei; mit Marzipanmuseum.

xxPalais Ferstel (S. 49): Der für die Nationalbank erbaute Prachtbau ist ein Juwel des Ringstraßenstils mit stimmungsvollem Arkadenhof.

xxHofburg (S. 51): In der prunk-vollen und weitläufigen Residenz der Habsburger sind zahlreiche Räume zu besichtigen, allen voran die xKaiser-appartements und das Sisi-Museum. Museen wie die xSilberkammer und die xxSchatzkammer bergen ein-zigartige Kostbarkeiten. Weltbekannt ist die xxSpanische Hofreitschule mit den Lipizzanerhengsten. Bücher-freunde sollten sich die xÖsterreichi-sche Nationalbibliothek mit ihrem xPrunksaal nicht entgehen lassen.

xxRingstraße (S. 57): Shoppen, Flanieren und Kulturgenuss am Wie-ner Prachtboulevard, u. a. mit xxRat-haus, und xParlament.

Oben: Konditorei Demel. Rechts: Die Große Galerie im Schloss Schönbrunn.

Foto: Martin Thomas

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Höhepunkte

xxKunsthistorisches Museum (S. 61): Meisterwerke der Kunst mit xÄgyptisch-orientalischer und xAntikensammlung sowie xMünz-kabinett. Absoluter Höhepunkt ist die viel besuchte xxGemäldegalerie die viertgrößte der Welt.

xxMuseumsQuartier (S. 63): Einer der zehn größten Museumskom-plexe der Welt, u. a. mit bedeutenden Sammlungen moderner Kunst.

xxStaatsoper (S. 64): Ein Abend in diesem renommierten Opernhaus gehört zu den Höhepunkten eines Wien-Besuchs.

xxAlbertina (S. 65): Was das Kunsthistorische Museum für die Ma-lerei ist, stellt die Albertina für Zeich-nung und Grafik dar; besonders um-fangreich ist die xDürer-Sammlung.

xSecession (S. 65): Der bedeu-tendste Jugendstilbau Wiens mit dem berühmten xBeethovenfries.

xxSchloss Belvedere (S. 68): Die beiden durch einen herrlichen Park verbundenen Schlösser mit der

xÖsterreichischen Galerie des 19. und 20. Jh. stellen Höhepunkte der Barockarchitektur dar.

xxSchloss Schönbrunn (S. 75): Die Sommerresidenz der Habsburger mit 40 Prunkräumen, darunter das barocke Schlosstheater und die Privat-gemächer von Kaiserin Maria Theresia. Ein Traum barocker Gartenkunst ist der xSchlosspark mit Gloriette, Pal-menhaus und xTiergarten.

xxZentralfriedhof (S. 84): Be-liebte Pilgerstätten für Wien-Touristen sind v. a. die Gräber von Schönberg, Schubert, Brahms und Beethoven.

xxHundertwasserhaus / xKunst-HausWien (S. 85): Leuchtende Far-ben, ungerade Linien und begrünte Dächer kennzeichnen diese Meister-werke moderner Architektur.

xPrater (S. 86): Größter Vergnü-gungspark Wiens mit dem bereits 1897 aufgestellten xxRiesenrad.

xGrinzing (S. 88): In gemütlicher Atmosphäre genießt man im bekann-ten Weinbauort den Heurigen.

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Einstimmung

„WIEN, WIEN, NUR DU ALLEIN ...“

„... sollst die Stadt meiner Träume sein!“ Wien erwartet Sie mit vielen Facetten: Die ehemalige Kaiserliche Residenzstadt ist zugleich moder-nes Kunstzentrum, eine Stadt, die tagsüber zum ausgedehnten Ein-kaufsbummel einlädt und abends zu unvergänglichen Walzerklängen. Wien ist ein Gesamtkunstwerk, eine reizvolle Mischung aus Tradition und Moderne. Charakteristisch für „den Wiener“ ist neben Skepsis man hat ja ein Weltreich verloren und Nörgeln (Raunzen) Zuvorkommenheit, Gemüt-lichkeit und viel Charme, gepaart mit beißendem Witz, dem Wiener Schmäh. Er nimmt sich selbst nicht todernst, führt aber im Wiener Lied einen ständi-gen Dialog mit dem Tod vom Lieder-macher Wolfgang Ambros in „Es lebe der Zentralfriedhof“ treffend karikiert.

Wien die historische Stadt: Ein Aufenthalt in Wien ist eine Entde-ckungsreise durch die Jahrhunder-te. Mit den römischen Ruinen unter dem Hohen Markt in Wien wurden Teile des Legionslagers Vindobona freigelegt und öffentlich zugänglich gemacht ein sehenswerter Einblick in die römische Antike! Die Stadt ist untrennbar mit der Geschichte der Habsburger verbunden, die hier zwi-schen 1282 und 1918 regierten und residierten: während des Sommers im Schloss Schönbrunn, im Winter in der Hofburg.

Wien Stadt der Kunst und Kul-tur: Über 100 Museen, Schlösser, Kirchen, die Spanische Hofreitschule mit den weltberühmten Lipizzanern, Opern-, Konzert-, Theaterabende mit Künstlern von Weltrang, die Wiener Sängerknaben und das junge, pulsie-rende Leben in den Szenelokalen am

Gürtel und auf der Donauinsel bietet die Stadt der kulturellen Vielfalt den Besuchern.

Wien die Einkaufsstadt: Wien ist nicht nur ein großes Museum, sondern auch ein Mekka für Einkaufslustige. Von den eleganten Geschäften in der Inneren Stadt über die moderne, stets belebte Mariahilferstraße bis hin zu kleinen versteckten Antiquariaten und Galerien mit vielen Kuriositäten wird für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas geboten.

Wien Stadt der Musik: Beetho-ven, Haydn und Mozart haben hier komponiert. Und alljährlich am 1. Januar wird das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker aus dem Gol-denen Saal des Musikvereins in die ganze Welt übertragen. 50 Theater, Opernhäuser, Konzertsäle, Musical-Bühnen, namhafte Festivals und die junge Clubbingszene sorgen das gan-ze Jahr über für ein abwechslungsrei-ches Programm.

Wien Open Air: Im Sommer ha-ben sich Open-Air-Bühnen am Rat-hausplatz, auf der Donauinsel oder in der Krieau, dem altehrwürdigen Gelände des Wiener Trabrennvereins, etabliert, die kulturelle wie auch kuli-narische Highlights anbieten.

Wien ein kulinarisches Mekka: Gaumenfreuden kommen in der Stadt des Tafelspitz, des Strudels und der Sa-chertorte sicher nicht zu kurz. Für eine Pause beim Stadtbummel empfehlen sich die Traditionskaffeehäuser; Wiens junge Szene bietet zugleich eine neue, trendig gestylte Kaffeehaus-Generati-on. Am Abend probiert man den Heu-rigen (jungen Wein) in Neustift oder Grinzing.

Wien Stadt der architektoni-schen Vielfalt: Der schlanke, zeitlos schöne Turm des Stephansdoms be-herrscht die Stadtsilhouette. Er ist seit vielen Jahrhunderten das Wahrzei-chen Wiens. Prunkbauten aus dem Ba-

Rechts: Im Wiener Hochkultur-Ambiente gedeiht eine junge, flippige Szene.

Foto: Renata Holzbachová

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rock, Historismus und Jugendstil und großzügige Parkanlagen vermitteln das Flair der romantischen Kaiserstadt. Daneben das Hundertwasserhaus: Bunt und unkonventionell, mit Zwie-beltürmchen und Bäumen auf dem Dach lockt es fast ebenso viele Touris-ten an wie das Schloss Schönbrunn. Haas-Haus und Milleniumstower sind hochmoderne architektonische Boten einer neuen Zeit.

Wien eine moderne Metropo-le: Das „Vienna International Center“, auch „UNO-City“ genannt (Sitz ver-schiedener internationaler Organisati-onen), und der 202 m hohe Millenium-stower sind Symbole des modernen Wien, setzen in der Stadt neue städte-bauliche Akzente und sind Zeichen für die weitere Expansion der Stadt. Wien ist mit seinen 1,6 Mio. Einwohnern (2,3 Mio. im Großraum) eine offene und le-bendige, aufregend junge und kreati-ve Großstadt.

Wien und seine grünen Lungen: In kaum einer anderen europäischen

Großstadt kann man so schnell der Hitze der Stadt entfliehen und in fri-scher Waldluft durchatmen. Der Wie-ner Wald, die grüne Lunge Wiens, ist der letzte Ausläufer der Alpen und lädt mit kilometerlangen Wanderwegen zum Joggen oder Spazierengehen ein. Im Sommer können Sie im Sport- und Freizeitparadies an der Neuen und Alten Donau nach Lust und Laune ba-den, skaten, Rad fahren, joggen oder spazieren gehen. Die 20 km lange Do-nauinsel ist eines der größten Freizeit-areale Europas.

Wien im Lichterglanz: Ein ganz besonderer Tipp: ein abendlicher Spaziergang durch die Innere Wiener Stadt mit ihren aufwändig beleuchte-ten Gebäuden. 1994 begann man mit der Anstrahlung der Hofburg und jähr-lich kommen immer mehr illuminierte Plätze hinzu. Ziel ist es, 210 historische Gebäude der Stadt nachts anzustrah-len, normalerweise in weißem Licht, an Festtagen auch farbig.

Einstimmung

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Foto: Rainer Hackenberg

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ab 15 v. Chr. Die Römer gründen das 45 km östlich des heutigen Wiens gelegene Legionslager Carnun-tum.

70-100 n. Chr. Entstehung des Römischen Kastells Vindobona (heute 1. Bezirk).

180 Tod von Kaiser Marc Aurel in Vindobona.

4. Jh. Erste Christianisierungen.

5. Jh. Besetzung durch Ostgoten, Hunnen und an-dere.

Mittelalter

9. Jh. Einfall der Magyaren aus Ungarn.

955 Sieg auf dem Lechfeld über die Magyaren.

11. Jh. Belege für Namensgebung Wienne (Ab-leitung vom keltischen Vedunia = Waldbach, der Wien-Fluss), später Viennis.

1156 Ernennung des Babenbergers Heinrich II. zum Herzog von Ostarrichi, Residenz Heinrichs (Beiname Jasomirgott) auf dem Platz am Hof.

1192 Gefangennahme von Richard Löwenherz, mit dem Lösegeld wird der Stadtwall erneuert.

12.-13. Jh. Aufschwung für Wien: Der Wiener Hof ist ein europäisches Kulturzentrum, Aufschwung von Handel (Stapelrecht) und Kunst (Walther v. d. Vogelweide, Nibelungenlied).

13. Jh. Formung und Ausbau der Inneren Stadt.

1246 Einzug König Ottokars II. von Böhmen, um-fassende Wiederaufbauarbeit in der Stadt nach verheerenden Bränden.

1278 Sieg Königs Rudolf von Habsburg im Kampf gegen Ottokar, neues Stadtrecht.

1304-1340 Umbau der romanischen St. Stephans-kirche erster gotischer Großbau.

1338-1350 Katastrophenjahre: Pest, Brand.

1358-1365 Herzog Rudolf IV. (der Stifter), Über-windung der Wirtschaftskrise.

1365 Gründung der Wiener Universität.

1421 Judenverfolgung und Zerstörung des Ghettos.

1438 Wahl Herzogs Albrecht V. zum deutschen Kö-nig (Albrecht II.), Hauptstadt: Wien.

1469 Erhebung Wiens zum Bischofssitz.

1485-93 Die Ungarn unter König Matthias Corvinus belagern Wien.

Neuzeit

16. Jh. Erweiterung der Hofburg. Die Wiener Uni-versität wird ein bedeutendes geistiges Zentrum. Dort lehrt u.a. Paracelsus.

1522 Sieg Ferdinands I. (1521-64) über die Wiener Bürgerschaft.

1529 Erste Belagerung durch die Türken.

Um 1550 Vorherrschaft des Protestantismus.

1551 Beginn der jesuit. Gegenreformation.

1572 Gründung der Spanischen Hofreitschule.

1625/1670 Ausweisung der Juden aus Wien.

Barockes Wien

1683 Zweite Türkenbelagerung, beendet durch Po-lens König Johann Sobieski.

1685 Erstes Kaffeehaus in Wien.

1699 Österreich gewinnt Türkisch-Ungarn.

1685-1780 Österreich wird Großmacht; Entste-hung vieler Barockbauten: Palais Lobkowitz, Har-rach, Liechtenstein u. a.

1703 Wienerisches Diarium (älteste Zeitung der Welt; seit 1780 Wiener Zeitung).

1704 Bau des Linienwalls als zweite Stadtbefesti-gung (heute: Gürtel).

1712-40 Regierungszeit Karls VI.; 1714-18 sieg-reicher Türkenkrieg. Große Territorialgewinne (auf dem Balkan durch Prinz Eugen von Savoyen); Bau von Karlskirche, Nationalbibliothek, Reichskanzlei.

Geschichte im überblick

Die Griechengasse ein Relikt des mittelalterlichen Wiens.

Foto: Rainer Hackenberg

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