Dubai DE_F0520 16. Januar 2018, 13:54

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IMPRESSUM: Nelles Pocket: Dubai

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© Nelles® Verlag GmbH, 81379 München, Machtlfinger Str. 26 Rgb.

Info@Nelles.com, www.Nelles.com

ISBN 978-3-86574-571-2

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IMPRESSUM / KARTENLEGENDE

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Dubai

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Höhepunkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Einstimmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Geschichte im Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Arabische Küche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

EMIRAT DUBAI

Emirat Dubai. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Dubai . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Deira. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

Bur Dubai. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Jumeirah . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55

Sheikh Zayed Road. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67

Jumeirah Bab Al Shams . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73

Al Maha. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73

Hatta. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75

Einkaufen in Dubai. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77

INFO: Restaurants, Sehenswürdigkeiten . . . . . . . . . . . . . . . 81-85

REISE-INFORMATIONEN

Reisevorbereitungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86

Reisezeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86

Einreisebestimmungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86

Ausreisebestimmungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86

Geld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86

Gesundheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86

Die VAE in Zahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86

Botschaften. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87

Fremdenverkehrsämter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87

Reisen im Land. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87

Flug. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87

Bus und Metro . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87

Sammeltaxen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87

Taxi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88

Mietwagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88

Straßenverkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88

Praktische Tipps. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89

Alkohol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89

Alleinreisende Frauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89

Apotheken / Medikamente. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89

Drogen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

Einkaufen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

Elektrizität. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

Essen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

Feiertage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

Fotografieren. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

Internet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91

Medien / Zeitschriften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91

Nachtleben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91

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INHALTSVERZEICHNIS

Notfälle / Notruf. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91

Öffnungszeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Parken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Post. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Preise. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Restaurants. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Sicherheit / Rechtliches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Telefonieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93

Toiletten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93

Trinken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93

Trinkgeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93

Verhaltenstipps / Ramadan. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93

Zeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94

Zoll . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94

Sprachführer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94

Autor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95

Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96

Die Schreibweisen arabischer Begriffe (wie z. B. Zayed / Saeed; al- / Al) weichen teils voneinander ab, da sowohl in den einzelnen Emiraten als auch in der europäischen Touristik unterschiedliche Transliterations-Systeme angewandt werden.

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INHALTSVERZEICHNIS

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Alexandr Vlassyuk (Shutterstock)

Alexandr Vlassyuk (Shutterstock)

Auf dem Dubai Creek

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Höhepunkte

HÖHEPUNKTE

xxCreek-Tour (S. 35): Eine Creek-Tour ist ein Muss: Einfach mit einer Abra (Wassertaxi) nach Deira übersetzen, auf einer gecharterten Abra an den Hochhäusern entlang-gleiten oder auf einer Dhau beim xDinnercruise speisen.

xxDubai Museum (S. 47): Unter Dubais alter Burg (von 1787) lässt sich im neuen Untergeschoss das Basarle-ben der 1950er nachempfinden – bis hin zu den Originaldüften.

xxBurj Khalifa (S. 69): Der An-drang für die halbstündige Besichti-gung des mit 828 m höchsten Gebäu-des der Welt ist groß. Einen Tag zuvor reservieren! Begehrt sind die Nachmit-tagsstunden, um das Panorama von der Aussichtsetage At the Top in 452 m Höhe zu genießen.

xxMadinat Jumeirah (S. 63): Beliebter Treff für Jung und Alt, Araber wie Europäer. In den Gassen des nach-gebauten Markts finden sich edle Sou-venirs für fast jeden Geschmack das richtige Restaurant in schöner Lage, außerdem ein Theater.

xxVu’s im Jumeirah Emirates To-wers (S. 70): Der Blick aus dieser Bar im 51. Stock ist großartig (Dresscode beachten!)

xxJumeirah Bab Al Shams (S. 73): Dieses Wüstenhotel hat den Charme einer edlen Karawanserei. Von der Dachterrasse schöner Wüsten-blick zum Sonnenuntergang, dazu ein Cocktail. Wer nicht übernachten will, sollte zumindest die arabische Küche des Wüstenrestaurants probieren. Täg-lich um 17 Uhr Falkenshow!

xGewürzmarkt und xGoldmarkt (S. 28 u. 32): Im Gewürzmarkt fin-den sich die Zutaten der arabischen Küche und orientalische Aphrodisiaka. Nebenan glänzt und glitzert es aus den 300 Läden des Goldmarktes.

xBait al Wakeel (S. 44): In einem historischen Gebäude in Bur Dubai, di-rekt am Creek, bietet dieses Lokal mit Terrasse ausgezeichnete orientalische Speisen und fangfrische Meeresfrüch-te.

xLocal House und xArabian Tea House Café (S. 51): Das Restaurant Local House im xxBastakia-Viertel ist die gemütlichste Adresse, um Au-thentisches wie Kamelgulasch zu pro-bieren; das Basta Art Café daneben serviert Snacks im liebevoll gestalte-ten Innenhof eines historischen Hau-ses.

xRooftop Lounge & Terrace (S. 82): Die Lounge auf dem Dach des One & Only Royal Mirage Arabian Court Hotel am Jumeirah Beach ist einer der besten Plätze, um den Tag unter dem Sternenhimmel mit einem Cocktail ausklingen zu lassen.

xDubai Shopping Festival im Frühjahr (S. 85): Reservieren Sie rechtzeitig in diesen vier Wochen ist in Dubai die Hölle los. Selbst wenn Sie nichts kaufen wollen: Das Rahmenpro-gramm mit Shows, Konzerten, Festen, Sportevents und Verlosungen ist sehr beachtlich!

xKamelrennen: Zwischen 50 und 60 Tiere gehen bei einem Rennen an den Start. Gute Rennstadien sind das Al Wathba (35 km südöstlich von Abu Dhabi) und der Dubai Camel Racing Club in Al Marmoum (40 km südöst-lich von Dubai), wo von September bis April oft freitags frühmorgens span-nende Kamelrennen stattfinden. In Al Ain empfiehlt sich die Kombination Kamelmarkt und -rennen, allerdings gibt es keinen festen Terminplan. Viele Rennen finden an Feiertagen statt.

Rechts: Das Burj al Arab Symbol einer Hotellerie der Superlative.

Foto: Thomas Stankiewicz

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Einstimmung

EINSTIMMUNG

Dubai, das kleine, nur aus Palm-blatthütten und einer handvoll Häu-ser aus Korallengestein bestehende Nest am Persischen Golf, am Rand der Rub-al-Chali-Wüste, hat sich in weni-gen Jahrzehnten in eine schillernde Metropole mit 2 Mio Einwohnern ver-wandelt, darunter Gastarbeiter aus al-ler Welt. Der Boom erhielt zwar in der Finanzkrise 2009 einen Dämpfer, aber das touristische Angebot wird weiter ausgebaut. Dabei lockt Dubai schon heute mehrere Millionen Besucher pro Jahr an mit seiner fantastischen Auswahl an Hotels der Extraklasse, ei-nem umfangreichen Freizeitangebot, das selbst Spaß im Schnee ermöglicht, modernster Architektur inklusive des höchsten Gebäudes der Welt sowie seiner interessanten kulturellen Ver-gangenheit.

Das Herz der Stadt ist ihr Meeres-arm, der Creek. An seinen Ufern ist noch etwas von dem alten Flair aus

der Zeit vor der Modernisierung erhal-ten geblieben. Hier löschen die altehr-würdigen Holzfrachtschiffe, Dhaus ge-nannt, ihre Ladung, und in den schma-len Gassen des Souq werden edle Ge-würze, wohlriechende Essenzen wie Weihrauch und Myrrhe, feinste Stoffe aus Indien und glänzende Geschmei-de aus Gold feilgeboten.

Südlich davon erstrecken sich an der Küste des Stadtteils Jumeirah die langen Sandstrände mit den exquisi-ten Badehotels, hier ragt die erste der drei geplanten Inseln in Form einer gi-gantischen Palme ins Meer.

Beim Shoppen wird dann klar, war-um der Name Dubai gerne zu Do buy! „Kauf ein!“ verballhornt wird, denn die riesigen Einkaufszentren mit ih-rem Angebot an Designerkleidung, Schmuck und Elektronikartikeln glei-chen mehr Freizeitparks als Shopping-malls: Kinotempel, betauchbare Aqua-rien, Eislaufbahnen und eine der größ-ten Skihallen der Welt bieten beim Einkaufsbummel viel Abwechslung.

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Foto: DTCM Frankfurt (Fremdenverkehrsamt Dubai)

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Um 4000 v. Chr. Die ersten Menschen werden im Gebiet der heutigen Emirate sesshaft.

3500-2700 v. Chr. Hafit-Periode, benannt nach Gräbern am Fuß des Jebel Hafit bei Al Ain; erste Kultur, die hier Metall verwendet.

2500-1800 v. Chr. Umm-al-Nar-Periode. In Tei-len der Emirate und in Oman entwickelt sich ein Land namens Magan, das wegen seines Kupfers zu einem wichtigen Handelspartner Mesopotamiens wird.

1250-350 v. Chr. Eisenzeit, zahlreiche Funde.

550 v. Chr. Unter Kyros dem Großen verstärkt sich der persische Einfluss im Gebiet der Emirate, falaj-Bewässerungskanäle entstehen.

324 v. Chr. Alexander der Große beauftragt seinen Navigator Nearchos mit der Erkundung des Persi-schen Golfes.

2. Jh. n. Chr. Die Vorfahren der heutigen arabi-schen Stämme verlassen den Jemen und verteilen sich in den nächsten Jahrhunderten über die ge-samte Arabische Halbinsel.

570-632 Leben des Propheten Mohammed, des Begründers des Islam.

622 Mohammed flieht aus seiner Heimatstadt Mekka nach Medina. Mit dieser Flucht (hidschra) beginnt die islamische Zeitrechnung.

633 Araber aus Mekka und Medina unterwerfen die Golfküste der heutigen VAE.

711 Arabische Eroberer schaffen ein islamisches Weltreich, das vom Indus bis Spanien reicht; die Khalifen residieren in Damaskus.

8. Jh. Die Stadt Julfar (nahe dem heutigen Ras Al Khaimah) besitzt einen wichtigen Hafen, über den auch der Handel mit China abgewickelt wird.

1497 Der omanische Navigator Ahmed bin Majid weist dem Portugiesen Vasco da Gama den Weg nach Indien.

1507-1650 Dank überlegener Waffen gelingt es der portugiesischen Flotte, die Küsten Omans und des Persischen Golfs zu erobern.

1515 Portugiesen erobern den Hafen Julfar.

1761 Gründung der Siedlung Abu Dhabi durch Mitglieder der Bani-Yas-Stammesföderation, deren Siedlungsgebiet am Rande des Leeren Viertels bei den Liwa-Oasen liegt.

1800 Anhänger des Wahhabismus (einer erzkon-servativen Auslegung des Sunna-Islams) fallen von dem Gebiet des heutigen Saudi-Arabien in die Oa-sen um Al Ain ein. In späteren Jahren wiederholte

Attacken, zuletzt 1952 da allerdings wegen des Erdöls.

1805 Militärische Aktion gegen den „Piraten-Stamm“ der Qawasim bei Ras al Khaimah.

1820 Ras al Khaimah wird durch Beschuss der englischen Marine im Kampf gegen Piraten völlig zerstört, anschließend werden Verträge mit den Emiren ausgehandelt.

1833 800 Mitglieder der Bani-Yas-Föderation ver-lassen nach Streitigkeiten Abu Dhabi und wandern nach Dubai. Dort besetzen sie die Festung, prokla-mieren ihre „Unabhängigkeit“ und gründen ein eigenes Emirat: Dubai.

1853 Abschluss des „immerwährenden Friedens-vertrages“ zwischen Großbritannien und den Emi-ren der Golfküste; die Piratenküste wandelt sich in die „Vertragsküste“.

1855-1909 Zayed I. bin Khalifa al Nahyan, genannt „Zayed der Große“, regiert in Abu Dhabi.

1902 Persische Händler meiden die hohen Zollge-bühren ihrer Heimathäfen und lassen sich vorwie-gend in Dubai nieder.

Geschichte im überblick

Eine geschnitzte Tür zeigt die Kunstfertigkeit frühe-rer Generationen.

Foto: Peter Franzisky (Bedu Expeditionen)

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1928 Scheich Shakhbut wird Herrscher von Abu Dhabi.

1930 Die Erfindung der Zuchtperle in Japan führt zum Ende der traditionellen Perlentaucherei. Indi-sche Händler lassen sich nieder, und Dubai beginnt mit dem Goldhandel.

1932 In Sharjah wird der erste Flughafen eröffnet: für die britische Imperial Airways und deren Route England Indien Australien.

1939 Die britische Iraq Petroleum Company erhält die Ölkonzession für Abu Dhabi.

1946 In Dubai eröffnet die erste Bank.

1952 Saudische Truppen besetzen die Buraimi-Oa-sen nahe Al Ain, begründen dies mit Gebietsansprü-chen aus dem vergangenen Jahrhundert doch es geht um Erdöl. Unterstützt werden sie von der US-amerikanischen Firma ARAMCO.

1958 Erdölfunde in Abu Dhabi. Scheich Rashid bin Saeed al Maktoum wird Herrscher von Dubai und Gründervater der modernen Stadt.

1966 Erste Ölfunde in Dubai. Scheich Zayed II. bin Sultan al Nahyan löst seinen Bruder Scheich Shak-

but als Regent Abu Dhabis ab.

1968 England will alle Besitzungen östlich von Suez aufgeben. Beginn der Verhandlungen zur Gründung der VAE; die Emirate haben zusammen nur 180 000 Einwohner.

1971 Die Emirate Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Aj-man, Umm al Quwain und Fujairah unterzeichnen am 2. Dezember den Staatsgründungsvertrag. Das Emirat Ras al Khaimah schließt sich drei Monate später der Föderation an. Oberstes Staatsorgan wird der 7-köpfige „Oberste Rat der Scheichs“, mit einem Vetorecht für Abu Dhabi und Dubai.

1973 Erster Ölfund in Sharjah.

1981 Die sechs Anrainerstaaten des Persischen Golfs Saudi-Arabien, Bahrain, Qatar, Kuwait, VAE und Oman gründen angesichts des Iran-Irak-Kriegs den Golf-Kooperationsrat (GCC); erst ein militärisches Bündnis, heute auch wirtschaftliche Zusammenarbeit.

1985 Dubai gründet die Airline Emirates.

1990-91 Die Emirate unterstützen die internatio-nale Allianz zur Befreiung Kuwaits.

2002 Dubai kündigt an, dass mit dem Erwerb einer Luxuswohnung ein 99-jähriges Wohnrecht einge-räumt wird.

2003 Die Bevölkerung der VAE ist auf 4 Millionen gewachsen, 75% sind Ausländer.

2004 Am 2.11. stirbt der erste Präsident und Grün-dervater der VAE, Scheich Zayed bin Sultan al Nahy-an, Nachfolger wird sein Sohn Scheich Khalifa bin Zayed al Nahyan.

2006 Der Emir von Dubai stirbt, Erbprinz ist Scheich Mohammed bin Rashid al Maktoum.

2008 Die künstliche Insel in Palmenform The Palm Jumeirah wird in Dubai eröffnet.

2009 Dubai eröffnet seine Metro. Finanzkrise: die Dubai-Immobilienblase platzt, die Apartmentprei-se sinken; Bauprojekte werden gestoppt.

2010 Der Burj Khalifa in Dubai, das mit 828 m höchste Gebäude der Erde, wird dank einer Finanz-spritze aus Abu Dhabi fertiggestellt.

2012 Neues Hotel-Superlativ: Das 355 m hohe JW Marriott Marquis eröffnet in Dubai.

2014 In Dubai geht die neue Trambahn in Betrieb. Dubai kündigt den Bau der Mall of the World an.

2015 Rd. 90 % der 2,3 Mio Dubaier sind Ausländer.

2018/19 Dubai bereitet sich auf die Expo 2020 vor. In Bau sind neue Projekte wie der über 900 m hohe Dubai Creek Tower und weitere künstliche Inseln.

Geschichte im überblick

Scheich Saeed al Maktoum regierte das Emirat Du-bai von 1912 bis 1958.

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Foto: Karim Hesham (iStockphoto)

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Arabische Küche

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Arabische Küche

DIE ARABISCHE KÜCHE

„Bism’ illah“ Im Namen Allahs, mit dieser Formel beginnt jedes Essen in den Emiraten. Sollten Sie privat zu einem Essen eingeladen werden: Fan-gen Sie langsam an, denn man isst gern und viel! Was für eine europäi-sche Köchin ein Kompliment leere Schüsseln am Ende der Mahlzeit ist für ihre arabische Kollegin eine Belei-digung. Deshalb wird aufgetragen, bis sich der Tisch biegt bzw. der Boden mit Tellern, Schüsseln und Schalen übersät ist.

Die Tage, da sich die Emiratis nur von den Produkten ihres Landes er-nährten, sind lang vorbei. Seit sich das Land dem internationalen Tourismus geöffnet hat, versuchen sich vor allem die Hotelrestaurants mit Spezialitäten aus aller Welt zu übertreffen.

In den 60er Jahren hielt die liba-nesische Küche auch in den privaten Haushalten der Emirate Einzug, als aufgrund des Bürgerkriegs viele Liba-nesen in den Emiraten Zuflucht such-ten. Typisch sind Vorspeisen (mezze) wie hommos, ein Brei aus Kichererbsen und Olivenöl, tahin (Sesampaste) oder mutabbal, ähnlich wie hommos, aber aus Auberginen zubereitet, tabouleh, ein Salat aus fein gehackter Petersilie und Zwiebeln, oder fatoush, ein grü-ner Salat mit geröstetem Brot.

Die indische Küche ist schon länger in den Emiraten präsent. In den klei-nen Restaurants an der Straße gibt es viele biryani-Gerichte, sprich einen Berg Reis mit Fisch, Fleisch oder Huhn darunter. Oder shawarma, ein Fladen-brotsandwich mit Drehspießfleisch, ähnlich dem türkischen Döner. Indi-sche Gewürze diverse Curry- und Massala-Mischungen sind längst un-entbehrlich geworden.

Gefülltes Kamel

Eine einfache Mahlzeit bestand früher aus Fladenbrot oder Reis aus Indien, und Ziegen- oder Kamelmilch (aus der auch eine Art Käse zubereitet wurde). Hin und wieder schächtete man eine Ziege oder ein Schaf, nur an Feiertagen oder zu Festen auch mal ein Kamel.

An den Küsten bereicherte frischer Fisch die Tafel. Mit Salz eingerieben und getrocknet, konnte er lange halt-bar gemacht und an die Wüstenbe-wohner verkauft werden auf den Märkten sieht man ihn noch heute im Angebot. Vor dem Kochen wird er in Wasser eingelegt und dann mit viel Zwiebeln und Tomaten zu einem Eintopf zubereitet. Dazu reicht man Datteln.

Für uns ungewohnt, wird die Dattel zu allen möglichen Hauptgerichten als Beilage gegessen. Reis mit Datteln heißt ruz bil tamar. Auch zu Fisch passt sie hervorragend.

Keine Mahlzeit ohne möglichst frisch gebackenes Fladenbrot: Aus Mehl, Wasser und Salz ist der Teig schnell geknetet, dann zu kleinen Bäll-chen geformt, zu Fladen gewalzt und auf die offene Glut gelegt, dann zwei, drei Mal gewendet fertig.

Auch mit wenigen Zutaten ver-standen es die Frauen schon immer, mit Hilfe von Gewürzen wie Thymian, Ingwer, Minze, Nelken und Pfeffer eine gewisse Abwechslung in die Küche zu bringen. Fleisch wurde mit getrockne-ten Limonen verfeinert, Reis manch-mal mit teurem Safran, meist aber mit billigerem Kurkuma.

Während im Alltag nicht allzu auf-wändige Speisen wie koussa mahshi (gefüllte Zucchini) oder harees (ein Brei aus langsam gegartem Weizen und Lammfleisch) gegessen wurde, dauerte die Zubereitung der Festtags-speisen an den religiösen Feiertagen

Links: Hommos und Tabouleh.

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Arabische Küche